Der Gürtler ist ein alter Handwerksberuf - in Dresden 1561 erstmals urkundlich erwähnt. Nicht zu verwechseln mit dem lederverarbeitenden Sattler hat der Gürtler im ausgehenden Mittelalter als Partner des Waffenschmiedes Wehrgehänge und Rüstungen mit zierendem Schmuck versehen und dort auch lederne Gürtel mit Metall beschlagen.
Eine zeitgemäße Erklärung des Berufsbildes Gürtler könnte lauten: Metallhandwerker für oft kunsthandwerkliche Arbeiten, der Beleuchtungskörper, Beschläge, Raum und Tafelschmuck, sakrale Gegenstände, spezielle Armaturen und vieles andere nach größtenteils individuellen Entwürfen herstellt. Dabei arbeitet er vorwiegend mit Buntmetallen, aber auch allen anderen gebräuchlichen Metallen wie auch in Kombination mit Glas und Kunststoffen.
Der Ausbildungsberuf heißt seit kurzem Metallbildner.